Eingangsbereich, Start Zeitkanal
Ein 2,50 m langer Stosszahn eines älteren Mammutbullens aus der Baugrube Mammutweg in Niederweningen
Im April 2004 wurden unter der Baugrubensohle für die Tiefgarage der Wohnüberbauung Mammutweg mehrere verstreut liegende, meist zerbrochene Knochen und Zähne eines ausgewachsenen Mammuts gefunden. Neben zwei Rückenwirbeln, einigen Rippen und einem Unterkieferfragment mit stark abgekautem Backenzahn wurden Stosszahnfragmente sowie ein gut erhaltener Stosszahn geborgen. Die Funde stammen möglicherweise von einem älteren Mammutbullen, dessen Knochen und Zähne nach dem Tode durch ein Hochwasser verschwemmt wurden.
Frontvitrine rechts:
Neue Mammutfunde aus zürcherischen Kiesgruben
Im Herbst 2002 und Winter 2002/03 wurden beim Kiesabbau in der Südgrube der Weiacher
Kies AG ein Oberschenkelknochen und drei verschieden grosse Fragmente von Stosszähnen vom Mammut gefunden. Alle vier Funde stammen aus einer braunen siltigen Sandlinse, die in etwa 12 m Tiefe im Kies auftrat. Knochen und Zähne aus Kies- und Sandgruben haben meist eine sehr helle Farbe, da das organische Material im sauerstoffhaltigen Porenwasser vollständig zersetzt wurde.
Die Kosten für die aufwändige Konservierung wurden von der Firma Weiacher Kies AG getragen.
Legende zu Objekten:
1,20 m langes Stosszahnfragment eines ausgewachsenen Mammuts von Weiach, Fund 2003
Oberschenkelknochen eines noch nicht ausgewachsenen Mammuts, Fund 2002
Backenzahn eines Mammuts von Wasterkingen, Fund
Beginn Zeitkanal:
HEUTE
Dieser Zeitkanal führt als «Roter Faden» durch die Ausstellung in die immer weiter zurück liegenden Zeitabschnitte der langen Geschichte des Wehntals. Vom Heute über die ersten Besiedlungsspuren in das Eiszeitalter mit den Mammutfunden von Niederweningen. Dahinter folgt die ältere geologische Geschichte bis in die Jura-Zeit mit den 145 Millionen Jahre alten Fossilien aus den Lägernkalken.
Anfänglich überschreiten Sie mit jedem Schritt etwa 200 Jahre im Mittelalter und der Römerzeit, dann etwa 500 Jahre in der Eisen- und Bronzezeit, 5000 Jahre in der Jungsteinzeit, 25 000 Jahre in der späteren Eiszeit, 200 000 Jahre im Mittleren Pleistozän, 500 000 Jahre im Frühen Pleistozän, 1 Million Jahre im Pliozän, 5 Millionen Jahre im Miozän, 10 Millionen Jahre im Oligozän und schliesslich überspringen Sie in der Kreide mit dem letzten Schritt fast 100 Millionen Jahre bis in die Jura-Zeit.
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Abb.: Die kultur- und naturhistorischen Zeugnisse, die im Mammutmuseum präsentiert werden, lassen sich in dieser Tabelle zeitlich einordnen; sie zeigt den aktuellen Stand der Forschung. Während in den kulturhistorischen Epochen (linke Spalte) die Zeiträume noch kaum 2 Millionen Jahre umfassen, werden die Zeitabschnitte in den geologischen Epochen (rechte Spalte) immer grösser (v. Chr. = vor Christi Geburt, v. h. = vor heute , d.h. vor 1950) (Abb. H. Furrer/A. Mäder).
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letzte Aktualisierung 9.Jan. 2007

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Text Dr. Heinz Furrer, Kurator,
Paläontologisches Institut und Museum
der Universität Zürich